Elbsandstein oder auch Sächsische Schweiz genannt

Die Sächsische Schweiz hat eigene Kletterregeln, spezielle Absicherungstechniken und eine eigene Schwierigkeitsskala. Geklettert werden darf nur an Sandsteintürmen, nicht aber an den Massiven. Das alles wussten wir, als wir hierher reitsen, aber jetzt wo wir vor den imposanten, hohen, schwarzen Sandsteinwänden ohne Bohrhaken und ohne eingebohrte Stände stehen, wird uns schon ein wenig mulmig zu mute. Wir können uns auch nicht wirklich vorstellen wie wir mittels Seilknoten, zwischen Sicherungen in die glatten Sandsteinwände legen sollten.

 

Direkt neben unserem Hotel in Bad Schandau ist zum Glück ein Klettershop. Dort fragen wir, ob sie uns einen geeigneten Führer empfehlen können, der uns einen Tag lang in die Besonderheiten, von Absicherungen und der speziellen Kletterregeln unterrichten kann. Der überaus hilfsbereite Verkäufer, organisiert -nach zwei kurzen Telefonaten- dass wie in 30 Minuten in Hohnstein bei einem Kurs mitgehen dürfen.

 

So schnell wie möglich packen wir unsere Sachen und fahren in das 8 km entfernte Hohnstein. Hier beim Klettershop warten wir auf Sven Scholz, unseren Kletterlehrer. Der sich hier mit Antonia und Andreas zu einem mehrtägigen Kurs verabredet hat. Als wir auf Sven warten, treffen wir noch Bernd Arnold, einer hiesigen Kletterlegende, zu einem kurzen Gespräch.

 

Als dann Sven auftaucht, erklärt er uns kurz aber sehr informativ, auf was es beim Klettern im Elbsandstein ankommt. Wir haben verstanden, dass man hier im Elbsandstein das Klettern nicht so sehr als Sport, sondern mehr als Abenteuer betrachtet.

Nach einer kurzen Wanderung zum Grossen Halben, unserm heutigen Kletterfelsen, richtet er uns 3 Top-ropes ein, wo wir eine Weile das Klettern und Absichern mittels Knoten und „UFOs“ üben können. Er selber steigt dazu ohne jede Sicherung hoch.

Dann geht es richtig zur Sache, wir steigen in die Route „Südwestweg“ ein (3SL), die ist eine VIIb nach der Elbsandsteinskala, was uns schon ziemlich fordert, ganz zu schweigen von Andreas, der kaum Klettererfahrung hat.

Es dauert ziemlich lange, bis wir oben sind. Auf dem Gipfel ist es sehr schön und es hat natürlich ein Gipfelbuch, wie auf jedem Turm. Dann geht es ans Abseilen. Wir sehen zum ersten Mal die  typischen massiven Abseilhaken. Als wir wieder unten sind und Sven alles zusammengeräumt hat, fragt er uns, ob wir noch zusammen essen wollen. Es kommen dann noch seine Frau und ihre 2 Kinder dazu.

Es war ein schöner Klettertag und Dani will am nächsten Tag unbedingt ein Seilset zum Knoten machen kaufen, damit wir das Sandsteinklettern selber ausprobieren können.

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Zweiter Tag im Bielatal

Nach unserem Schnellkurs bei Sven bin ich hoch motiviert und möchte unser neues Wissen in der Praxis anwenden. Denise ist noch etwas zurückhaltender und bremst mich wo es geht. Im Bielatal vor dem Daxenstein stehend suchen wir eine geeignete Stelle um auf den Turm zu klettern. Wir einigen uns auf die Route Spreize III, eine sehr einfachen Kletterei, die mit wenigen Sicherungen, problemlos gemacht werden kann. Oben auf dem Turm hat man eine wunderschöne Aussicht über das Tal. Jetzt ist Denise auch locker geworden und hat Spass bekommen an dieser Art zu klettern.  In der Ferne sehen wir unser nächstes Ziel, die Herkulessäulen. Nach dem Abseilen suchen wir einen Weg durch den dichten, unwegsamen Wald, was nicht immer so einfach ist. 

 

Beeindruckend tauchen vor uns die drei filigranen Säulen auf. Hier ist ein besonders schöner Ort zum Klettern, deshalb hat es auch relativ viel Kletterer hier. Wir müssen etwas warten, dann wird die kleine Herkulessäule frei und wir können unsere neu gelernte Knotensicherungstechnik anwenden. Denise ist jetzt wieder in gewohntem Elan und will sogar die erste Seillänge vorsteigen. Das ist der richtige Ort für uns, um zu üben. Wir übertreiben etwas mit Zwischensicherungen, aber wir sind ja am Üben. Das Absichern mit Knotenschlingen in feinen Sandsteinrissen geht wirklich besser als man sich das so vorstellt und macht Spass. Nach drei Seillängen stehen wir auf dem Turm und geniessen die Aussicht. Unten machen sich bereits die nächste Seilschaft bereit.


Bastei


Dritter Tag, drei Stiegen

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Hänzschelstiege, Heilige Stiege, Rübezahlstiege
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